EinkaufsNetz: Geschichte, Aktionen, Erfolge
2005: Keine Gen-Pflanzen in den Futtertrog
Greenpeace startet die Milchbartour quer durch Deutschland: In den kommenden Monaten bietet Greenpeace in Fußgängerzonen diverser Städte Fotoshootings, Mitmachaktionen und leckere Milchgetränke an, die garantiert ohne Gentechnik produziert wurden.
Das EinkaufsNetz stellt auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin den Einkaufsratgeber "Essen ohne Gentechnik" in der 6. Auflage vor - diesmal mit dem Schwerpunkt Molkereiprodukte. Der seit Januar 2004 in 1,8 Millionen Exemplaren verteilte Ratgeber enthält über 700 Bewertungen von Firmen und Marken der Lebensmittelwirtschaft.
März 2005: Anstatt den Verbrauchern zu garantieren, dass bei der Milchproduktion keine Gen-Pflanzen eingesetzt werden, zerrte Müller Greenpeace erneut vor Gericht, um gegen unsere Informations-Kampagne gegen Gen-Futter bei Müllermilch vorzugehen. In fünf Gerichtsverfahren hat Theo Müller bereits versucht, verschiedene Aussagen und Aktionen durch einstweilige Verfügungen verbieten zu lassen. Insbesondere der Begriff "Gen-Milch" ist dem Milchproduzenten ein Dorn im Auge.
Noch im Herbst 2004 folgte das Oberlandesgericht Köln der Auffassung von Greenpeace, nach der Milch von Kühen, die Gen-Futter fressen, "Gen-Milch" genannt werden darf. Doch jetzt entschied das Landgericht Köln, dass Greenpeace diesen Begriff im Zusammenhang mit der Firma Müller nur unter bestimmten Auflagen verwenden darf. Greenpeace wird gegen das Urteil beim Oberlandesgericht Köln Berufung einlegen.
5. Juli 2005
Das Oberlandesgericht (OLG) Köln spricht Greenpeace erneut das Recht zu, Produkte des Milchkonzerns Müller als "Gen-Milch" zu bezeichnen. Mit dieser Niederlage will sich Müller nicht abfinden und hat am 30. Juni ein Hauptsacheverfahren gegen Greenpeace eingeleitet.
15. September 2005
Erneute Schlappe für Müller vor Gericht. Der Versuch des Molkereikonzerns, Greenpeace-Infoaktionen im Supermarkt verbieten zu lassen ist gescheitert. Im Dezember 2004 hatten Greenpeace-Aktivisten in mehreren Supermärkten darüber informiert, dass Müllermilch-Produkte von Kühen stammt, die Gen-Pflanzen fressen mussten. Dafür markierten sie Kühlregale mit schwarz-gelben Absperrbändern. Dies ist rechtens, so das Urteil des Oberlandesgerichtes in Stuttgart.

