Juli 2002: Offenbar aus wahltaktischen Gründen lassen die unionsgeführten Bundesländer im Bundesrat das Verbraucherinformationsgesetz an die Wand fahren. CDU/CSU-Kanzlerkandidat kündigt im Falle seines Wahlsieges einen eigenen - seiner Meinung nach natürlich besseren - Entwurf an.
Juli 2002: Chemie außer Kontrolle! Ein unabhängiges deutsches Forscherteam entdeckt in allen gängigen Lebensmitteln, vom Brot über die Butter, Tomaten, Äpfel aber auch Babybrei und Säuglingsmilchpulver das homonell wirksame Umweltgift Nonylphenol. Der Stoff ist Bestandteil von Reinigungsmitteln, Pestiziden und Verpackungsmateriealien. EinkaufsNetz-Mitmacher schreiben an Supermarktketten und fordern, dafür zu sorgen, dass der Stoff aus Lebensmitteln verschwindet.
September 2002: Die Handelsketten reagieren auf die Mitmachaktion zu Nonylphenol mit einer Standardantwort. Bestimmte Grenzwerte würden eingehalten, heißt es. Dabei belegen neue Studien, dass das Gift bereits in äußerst geringen Dosen negativ auf das Hormonsystem wirken kann. Nur die Einhaltung eines Grenzwertes bietet keinen ausreichenden Schutz.


