Der Einzelhandel: Qualität hinter den Regalkulissen
Ökologische Standards
Auch bei der Bewertung der ökologischen Leistungen hat oekom research Standards und Monitoringansätze als wichtige Indikatoren identifiziert. Darüber hinaus sind die Sortimentsgestaltung und die Kommunikation mit dem Verbraucher mit Hilfe gekennzeichneter Produkte als wichtige Aspekte zu sehen. Die Mehrzahl der Unternehmen setzt sich bereits mit den wichtigsten Aspekten der Umweltauswirkungen ihrer Produkte auseinander.
Mit einer Ausnahme beziehen alle Firmen, die einen relevanten Umsatz mit Nahrungsmitteln und Getränken erzielen, Stellung zu gentechnisch veränderten Organismen in diesen Produkten. Drei von ihnen schließen generell Nahrungsmittel und Getränke aus, die genetisch modifizierte Inhaltsstoffe enthalten. Zu ihnen zählt auch die auf dem deutschsprachigen Markt agierende Migros-Genossenschaft. Weitere fünf Einzelhändler haben sich dazu verpflichtet, gentechnisch veränderte Organismen nicht in den Produkten ihrer Eigenmarken zu verwenden.
Im Vergleich zu den umfangreichen Unternehmensgrundsätzen und -standards lassen adäquate Monitoring-Strukturen noch zu wünschen übrig. Zwar haben fast alle Unternehmen Standards zur Beschaffung von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft eingeführt, doch die Monitoring-Ansätze, die den Bezug von Holz aus kontroverser Forstwirtschaft, z.B. Raubbau oder illegalem Holzeinschlag, ausschließen sollen, befinden sich meist noch im Aufbau.
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