Im allgemeinen erwarten die Firmen von ihren Zulieferern die Einhaltung umfassender Standards, die grundlegende Themen der Arbeitsbedingungen, wie etwa Arbeitszeit, Bezahlung, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Vereinigungsfreiheit, Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz, einschließen. Einige Unternehmen geben an, dass sie in ihren Vertragsverhandlungen mit den Zulieferern die durch Einhaltung der Standards höheren Produktionskosten berücksichtigen. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn nur so wird den Zulieferunternehmen der nötige finanzielle Spielraum für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen gegeben.
Die Untersuchung zeigte weiterhin, dass die zur Verfügung gestellten Standards für die eigenen Mitarbeiter in einigen Fällen deutlich weniger umfangreich und detailliert sind als jene für Lieferanten.
Das Monitoring, also die Überprüfung, ob die geforderten Standards von den Zulieferern auch eingehalten werden, zeigt größere Differenzen zwischen den einzelnen Unternehmen. Viele Firmen können hier gute Ansätze vorweisen, doch ist die Anzahl der durchgeführten Inspektionen und Vor-Ort-Kontrollen bei der Mehrzahl noch zu gering.
Die Zusammenarbeit mit externen Partnern wirkt sich hier positiv aus. So kooperierte Hennes & Mauritz bereits vor einigen Jahren in einem Pilotprojekt mit der Nichtregierungsorganisation „Clean Clothes Campaign“, in dem einige Zulieferunternehmen in Indien, China und Bangladesh auf die Einhaltung der Sozialstandards hin untersucht wurden. Karstadt/Quelle arbeitet ebenfalls mit der Clean Clothes Campaign, um bessere Arbeitsbedingungen bei Zulieferern zu erreichen.


