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Freitag, 29. August 2008

Mitmachaktionen



EinkaufsNetz-Mitmachaktionen - das kommt dabei heraus


Fragen Sie sich manchmal auch, was Ihre Protest-Mails an Politiker und Unternehmen eigentlich tatsächlich bewirken? Ganz genau lässt sich das sicherlich nicht sagen. Interessant ist vielleicht trotzdem, wie viele Mitmacher es gab, welche Reaktionen kamen und was sich in der Politik oder im Unternehmen entwickelt hat.

Urwaldschutz ist Klimaschutz



19. Mai 2008: Für die Unterschriftenaktion von Greenpeace sind in den vergangenen Monaten über 115.000 Menschen aktiv geworden. Der Kern der Aktion war die Forderung nach einer weiterführenden finanziellen Unterstützung durch Deutschland zum Schutz der letzten Urwälder.

Bei der Eröffnung der UN-Artenschutzkonferenz (CBD) in Bonn am 19. Mai 2008 hat Greenpeace die gesammelten Unterschriften an Umweltminister Siegmar Gabriel übergeben. Mehr

Essen ohne Pestizide



Greenpeace-Supermarkt-Ranking 2007
Auch der letzte Greenpeace-Großtest von Supermarktobst und -gemüse, der am 14. Februar 2007 veröffentlicht wurde, hat es leider wieder gezeigt: Die leckeren Früchtchen waren viel zu oft bis über die Grenzwerte mit schädlichen Pestiziden belastet! Vom 14.02.2007 bis zum 25.04.2007 wurden insgesamt 3040 Protest E-Mails an die Schlusslichter des Pestizidvergleichs geschickt. Die Empörung der Verbraucher scheint bei den Konzernführungen anzukommen.: In allen sechs Supermarktketten, in denen wir Obst und Gemüse untersucht haben, gibt es jetzt Pestizidreduktionsprogramme! Wir werden untersuchen, ob diese Wirkung zeigen!

Illegale Pestizide in baden-würtembergischen Kirschen und Beeren
1.300 EinkaufsNetz-Mitmacher haben den baden-würtembergischen Minister für Ernährung und Ländlichen Raum Peter Hauck aufgefordert, sich um das Problem der illegalen Pestizide in seinem Bundesland zu kümmern. Im letzten Greenpeace-Beerentest vom Sommer 2006 war vor allem die Ware aus dem "Ländle" betroffen. In einem Formbrief hat das Ministerium bestätigt, dass baden-württembergische Kirschen und Beeren mit illegalen Pestiziden belastet sind. Die Lage sei "nicht befriedigend". Daher hoffen wir, dass die vom Ministerium genannten Maßnahmen endlich greifen!

Allerdings teilen wir nicht die Ansicht des Ministeriums, dass die gefundenen Belastungen "in keinem Fall eine Gesundheitsgefahr" darstellen können. Rückstände krebserregender oder fruchbarkeitsschädigender Wirkstoffe sind auf jeden Fall ein Risiko und sollten gar nicht in Lebensmitteln zu finden sein. Ein Toxikologe, den das ZDF um die Bewertung unserer Beerenfunde bat, warnte ausdrücklich vor diesen Belastungen. Greenpeace wird aus diesem Grund die Pestizidbelastungen weiterhin kritisch testen und auf Abhilfe drängen.

Pestizide am Limit
Am 10. März 2006 hat Greenpeace Verbraucherminister Horst Seehofer die neueste Studie "Pestizide am Limit II" überreicht. Die Studie zeigt, dass die Lebensmittelüberwachung nach wie vor nur mangelhaft funktioniert. Mit 65.000 Protestpostkarten und E-Mails haben Verbraucherinnen und Verbraucher Horst Seehofer aufgerufen, endlich zu handeln und für Obst und Gemüse ohne Gift zu sorgen! Und Horst Seehofer hat zugegeben: "Die Lebensmittelkontrolle in Deutschland ist mangelhaft." Nun müssen den Worten des Ministers endlich Taten folgen!

Pestizidrekord bei LIDL und real?
"Das hat uns wehgetan", kommentierte Lidl-Chef Klaus Gehrig die Umsatzeinbußen nach der Veröffentlichung des großen Supermartktests im November 2005. Das EinkaufsNetz hatte Obst und Gemüse diverser Lebensmittelketten auf Pestizidrückstände testen lassen - LIDL und real hielten den Pestizidnegativrekord. Die EinkaufsNetz-Mitmacher forderten daraufhin per Protestmail oder Postkarte einwandfreie Lebensmittel.

Die LIDL-Chefetage hat reagiert: Seit Mitte 2006 bieten die Filialen Fair Trade- und Bio-Produkte an. Und der Konzern versucht, die Pestizidbelastung der konventionellen Frischware auf maximal ein Drittel der gesetzlichen Höchstmengengrenze zu begrenzen. So kam es denn auch, dass LIDL im Oktober 2006 gar keine konventionell angebauten Tafeltrauben anbieten konnte. Bisher gelten diese Standards nur für Deutschland.
Die zu Metro gehörende real-Supermarktkette hingegen hat sich Greenpeace gegenüber nicht zum schlechten Abschneiden ihrer Obst-und Gemüseabteilung geäußert.

Essen ohne Gen-Food



EU-Kommission schickt Gen-Pflanzen zur Sicherheitsprüfung
Ein Teilerfolg: Die EU-Kommission hat am 7. Mai 2008 die Zulassungsanträge für zwei neue Gen-Maissorten und für die Gen-Kartoffel "Amflora" zur Sicherheitsprüfung an die Europäische Sicherheitsbehörde (EFSA) zurückgegeben. Ein klares Signal an die Gentechnikindustrie, dass ihre Gen-Saat nicht mehr so einfach von der Kommission durchgewunken wird. Konsequent wäre allerdings gewesen, die Pflanzen zu verbieten. Dennoch: Vorerst werden die Gen-Kreationen nicht auf dem Acker zu finden sein. Dabei hatte die Gentech-Industrie in Brüssel massiv Lobbyarbeit betrieben. Doch auch der Protest war enorm. Tausende Verbraucher hatten Protestmails an die Kommisson geschickt - europaweit waren es sogar 130.000.

Landliebe ohne Gen-Milch
Campina/Landliebe hat am 12. Juni 2007 angekündigt, für die Landliebe-Produkte weitestgehend auf Gen-Pflanzen zu verzichten. Gen-Soja und Soja aus Urwaldzerstörung soll ab September 2007 aus den Futtertrögen der Milchkühe verschwinden. Zwei Jahre haben wir mit Verbrauchern zusammen für dieses Ergebnis gekämpft. Die zahlreichen Protestmails der Marktaktivisten und -aktivistinnen haben sich gelohnt. Das ist ein Riesenerfolg. Mehr erfahren Sie hier.

Eine Million Unterschriften gegen Gen-Food!
Monatelang haben wir zusammen mit Ihnen Unterschriften für eine bessere Kennzeichnung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln gesammelt! Die beachtliche Anzahl von einer Million Unterschriften lässt jetzt offensichtlich auch Bundesverbraucherminister Horst Seehofer nicht kalt. Er will sich für die Kennzeichnung von Lebensmitteln, die mit Gen-Pflanzen hergestellt wurden einsetzen - sagt er!

Verbraucher-Tagebuch für Horst Seehofer
Vom Gammelfleisch, über Pestizide in Obst und Gemüse bis hin zur Änderung des Gentechnikgesetzes. Verbraucherminister Horst Seehofer verliert manchmal diejenigen aus dem Blick, als deren Anwalt er sich eigentlich fühlt.

Greenpeace hat sechs Wochen lang Verbraucherstimmen gesammelt, die dem Minister am 14. März 2006 als Verbrauchertagebuch übergeben wurden. Für jeden Tag seiner verbleibenden Amtszeit eine ganz persönliche Forderung.

Keine Zulassung von gefährlichen Gen-Pflanzen!
Innerhalb einer Woche haben europaweit über 10.000 Menschen den EU-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianou aufgefordert, den Gen-Mais MON863 nicht als Lebensmittel zuzulassen. Bei Ratten hatte der genmanipulierte Mais in einem Fütterungsversuch zu einem veränderten Blutbild und zu Entzündungen der Nieren geführt. Im Januar 2006 wurde Mon 863 trotz fehlender Mehrheit im EU-Ministerrat von der EU-Kommission zur Verwendung in Lebensmitteln zugelassen. Lesen Sie, was es mit der Zulassungspraxis der EU auf sich hat.

Für ein starkes EU-Chemikalienrecht



REACH - der Streit um die EU-Chemikalienreform
Tausende EinkaufsNetz-Mitmacher forderten von Ihren EU-Parlamentariern, sich für eine gesunde EU-Chemikalienreform stark zu machen. Es war ein zähes Ringen über mehrere Jahre, doch im Dezember 2006 hat das Europäische Parlament das EU-Chemikaliengesetz REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) beschlossen. Erstmals werden nun 30.000 bislang ungeprüfte Substanzen am Markt getestet und gegebenenfalls verboten. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Chemieindustrie die Reform durch massive Lobbyarbeit schwächen konnte. Lesen Sie mehr über die Greenpeace-Kampagne.

Mehr über das EinkaufsNetz erfahren Sie in dem Artikel "Geschichte, Aktionen, Erfolge".


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