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hat nicht nur Rezepte gegen Pestizide auf dem Teller, sondern auch Lösungen gegen den Klimawandel.

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Sonntag, 20. Juli 2008

Komm, wir retten die Welt!



Klimaschutz im Alltag ist einfacher, als man denkt. Das beste Beispiel ist der Stromwechsel. Ein Anruf genügt, und ein 4-Personen-Haushalt erspart dem Klima bis zu 1,9 Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Das ist viel, denn pro Kopf werden in Deutschland jährlich ungefähr 10 Tonnen CO2 freigesetzt. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie besonders effektiv das Klima schützen können. Und Sie können dabei sogar Geld sparen.


Ökostrom
Strom kommt aus der Steckdose - so viel ist klar. Weniger bekannt ist, dass die Hälfte des Stroms immer noch durch Kohlekraftwerke gewonnen wird - die Klimakiller Nummer eins. So ist es nicht verwunderlich, dass hierzulande die Stromversorgung mit 30 Prozent für die Erderwärmung verantwortlich ist.
Der Wechsel zu einem unabhängigen Ökostromanbieter bringt also enorm viel. Ein durchschnittlicher 3-4 Personen-Haushalt kann dadurch im Jahr bis zu 1,9 Tonnen CO2 einsparen. Und außerdem laufen dann Fernseher, Heizdecke und Kühlschrank ohne Atomstrom.
Infos zum Stromwechsel:
www.greenpeace-energy.de

Mobil ohne Auto
Lassen Sie das Auto stehen und fahren Sie mit Fahrrad, Bus oder Bahn zur Arbeit. Wenn Sie pro Tag 20 Kilometer Arbeitsweg zurücklegen, sparen Sie so rund 800 Kilogramm CO2 im Jahr - bei einem Durchschnittsverbrauch von 10 Litern auf 100 Kilometer. Und außerdem: Fahrradfahren hält fit. Und Zeitunglesen in Bus und Bahn macht schlau.
Zum Weiterlesen:
Sie können 10 bis 30 Prozent Sprit und somit CO2 sparen, wenn Sie beim Autofahren bestimmte Regeln beachten.

Öfter mal am Boden bleiben - Fliegen schadet dem Klima
Verzichten Sie - wenn möglich - aufs Fliegen, auf jeden Fall aber auf Inlands- und Kurzstreckenflüge. Ein einziger Hin- und Rückflug Hamburg-München verursacht 340 Kilogramm CO2. Die Bahnfahrt dauert länger, ist aber viel umweltfreundlicher. Wenn Sie einen Flug gar nicht vermeiden können, dann gleichen Sie die verursachten Emissionen über Klimaschutzprojekte bei Organisationen wie Atmosfair aus.
Und außerdem: Von wegen kurze Reisezeit bei Kurzstreckenflügen. Einchecken, Auschecken und der Abreise- und Zielflughafen liegen meist im luftigen Hinterland. Da bleibt am Ende nicht viel Zeitersparnis übrig.
Zum Weiterlesen:
www.atmosfair.de
Auf www.bahn.de finden Sie schnell die richtige Verbindung.

Gemüse-Quiche statt Frikadelle
Gönnen Sie sich Fleisch am besten nur zu besonderen Gelegenheiten. Wenn Sie sich fleischreduziert oder vegetarisch ernähren, ersparen Sie dem Weltklima rund 400 Kilogramm CO2 im Jahr. Besonders lecker und klimafreundlich sind Lebensmittel aus ökologischem Anbau.
Staudensellerie macht Ihnen Angst? Längst kursieren die köstlichsten vegetarischen Gerichte im Internet.
Zum Weiterlesen:
Fleischeslust - Was das "Stück Lebenskraft" tatsächlich kostet.

Lecker regional und bio essen
Kaufen Sie biologisch erzeugte Lebensmittel aus Ihrer Region. Der Bioanbau benötigt nur die Hälfte an Energie. Lange Transportwege verursachen überflüssige Emissionen: Eine Mahlzeit mit 100 Gramm Spargel aus Chile verursacht allein durch den Transport etwa 1,7 Kilogramm CO2-Ausstoß. Zum Vergleich: Die Stangen aus dem Umland sind zur Spargelzeit mit nur 60 Gramm CO2 belastet. Und außerdem: Entdecken Sie beispielsweise regionale, längst vergessene Apfelsorten. Schmecken viel besser als weit gereiste Miles-and-More-Früchtchen. Zudem ist saisonales Gemüse billiger und weniger pestizidbelastet - Ökoware ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
Zum Weiterlesen:
www.bioland.de
www.demeter.de
www.bio-landbau.de
www.oekoadressen.de

Richtig Einheizen
Drehen Sie die Heizung runter. Sie sollen nicht im Kalten sitzen, aber die Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad senkt die CO2-Emissionen eines 4-Personen-Haushalts pro Jahr um rund 350 Kilogramm. Senkt man die Temperatur in der Nacht in der Wohnung generell auf 15-16 Grad, spart das noch einmal knapp 300 Kilogramm CO2. Und außerdem: Überhitzte Räume schaden dem Teint.

Bei 40 Grad waschen und in der Sonne trocknen
Waschen Sie mit niedriger Temperatur und voller Maschine. Lassen Sie die Vorwäsche weg und waschen Sie grundsätzlich nur mit 40 Grad. Machen Sie höchstens für weiße Textilien mal eine Ausnahme. Die meiste Wäsche wird auch bei 30 bis 40 Grad perfekt sauber. Sparen Sie sich die Anschaffung eines Trockners - hängen Sie Ihre Wäsche auf die Leine. So sparen Sie bis zu 330 Kilogramm CO2 pro Person und Jahr. Und außerdem: In der Sonne getrocknete Wäsche riecht besser als jede Lenorpackung. Und ein Wäschetrockner will gehegt, gepflegt und repariert werden.
Mehr Infos zum Wäsche waschen und trocknen unter www.ecotopten.de.

Kaufen Sie keine Energiefresser
Lassen Sie sich nicht täuschen! Nicht immer ist das billigste Gerät auch das preisgünstigste. Achten Sie bei Neuanschaffungen auf Energieeffizienz, denn Energiefresser werden auf Dauer ganz schön teuer. Einsparungen bis zu 50 Prozent sind möglich. Mehr Infos unter www.ecotopten.de.




Standby-Geräte abschalten
Schalten Sie alle elektrischen Geräte ab, die Sie gerade nicht benutzen. Standby-Schaltungen sind praktisch, weil man sich nicht mehr vom Sofa erheben muss, um Fernseher, Videorecorder oder Stereoanlage einzuschalten. Aber die Geräte verbrauchen auch in diesem Zustand Energie - oft unnötig viel. Viele Geräte lassen sich gar nicht richtig ausschalten - sie bleiben im Standby-Modus. Schließen Sie sie an eine schaltbare Steckerleiste an. Ein Klick und Sie können gleich mehreren Standby-Geräten den Strom abdrehen. Einsparungen pro Haushalt von 300 Kilogramm CO2 sind möglich!

Energiesparbirnen hübsch und effizient
Energiesparlampen sind dunkel, langsam, hässlich und gucken aufgrund ihrer Länge meist auch noch aus der Lampe raus. Das war einmal. Moderne Energiesparlampen gibt's im flotten Design und sie werden nicht erst eine halbe Minute nach dem Anknipsen langsam hell. Versprochen!
Pro 60-Watt-Glühbirne, die Sie durch eine 11-Watt-Sparlampe ersetzen, sparen Sie im Jahr 4,5 Kilogramm CO2. Klingt wenig. Doch die Summe macht's. Eine Schätzung aus Großbritannien besagt: Wenn pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht werden würde, könnte dafür ein (Kohle-)Kraftwerk abgeschaltet werden. Und denken Sie daran, die Energiesparlampen am Ende ihrer langen Lebensdauer nicht im Hausmüll, sondern beim Recycling-Hof in Ihrer Nähe abzugeben. Obwohl Energiesparlampen zum Sondermüll zählen, tragen sie durch ihre Langlebigkeit zur Abfallreduzierung bei.


Sie wollen noch mehr tun? Beteiligen Sie sich an unseren Mitmachaktionen.

Zum Weiterlesen:
Wie viel CO2 Sie durch Ihren Konsum produzieren, können Sie mit dem Greenpeace-CO2-Rechner herausfinden.


 




Neues von der Klimakampagne

Weitere Nachrichten finden Sie unter Klima und Energie auf www.greenpeace.de

Schluss mit den Benzinfressern!


Der Kilometerstand zeigt, wie viele Menschen künftig nur noch ein Auto mit halben Spritverbrauch und CO2-Ausstoß wollen! Machen auch Sie mit, und unterschreiben Sie online!