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Freitag, 9. Januar 2009

Was tun mit dem eigenen Zehnliterauto vor der Haustür?



Sie finden die Idee mit dem 3-Liter-Auto super, aber Ihre 10-Liter-Karre fährt noch ein paar Jahre? Hin und wieder mal in die Pedalen zu treten, ist eine super Alternative. Gerade in der Stadt ist man mit dem Fahrrad oft schneller am Ziel. Das schont zudem die Nerven, bekommt dem Kreislauf gut und macht die Waden stramm. Wenn Sie manchmal aber doch nicht aufs Auto verzichten wollen oder können - hier gibt´s ein paar Spritspar-Tipps für Sie!


Wussten Sie, dass Sie 10 bis 30 Prozent Sprit und somit CO2 sparen können, wenn Sie beim Autofahren bestimmte Regeln beachten? Das ist nicht nur gut fürs Portemonnaie:

Einem Liter Benzin entspricht eine Emission von 2.320 Gramm CO2, bei einem Liter Diesel sind es sogar 2.620 Gramm.

1. Runter vom Gas
Fahren Sie auf Autobahnen nicht schneller als 120 km/h. Bei Vollgas wird Ihr Wagen zum Schluckspecht: Fahren Sie mit 170 km/h statt Tempo 120, braucht Ihr Motor schon 50 Prozent mehr Sprit. Übrigens: Auch der Neue Europäische Fahrzyklus, der den Herstellerangaben für den Verbrauch Ihres Autos zu Grunde liegt, sieht nur Fahrten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 120/h vor.

2. Weniger Umdrehungen pro Minute
Fahren sie niedrigtourig - vergessen Sie das Gerücht, Motoren würden am sparsamsten im mittleren Drehzahlenbereich fahren. 2000 Umdrehungen pro Minute reichen für den Stadtverkehr. Sie sparen mit dieser Fahrweise bis zu 30 Prozent Sprit.

Eindrucksvoll: Ein Porsche, so der VCD (Verkehrsclub Deutschland, die Konkurrenz zum ADAC), kann bei 30 km/h im vierten Gang und bei 50 km/h im sechsten Gang gefahren werden. Ein Porsche Carrera schluckt bei 50 km/h im zweiten Gang 15,1 Liter, im sechsten Gang hingegen 6,2 Liter.

3. Schnell Schalten
Schalten Sie gleich nach dem Anfahren in den zweiten Gang. Dann im zweiten und dritten Gang richtig Gas geben. Kräftig. Und jeweils bei 2000 U/min hochschalten. Die Beschleunigung mit viel Gas im niedrigen Drehzahlenbereich verbraucht weniger Sprit und ist schadstoffärmer als das sanfte Beschleunigen im mittleren Bereich.

Als Faustregel gilt: Bei 25 bis 30 km/h in den dritten Gang, bei 35 bis 45 km/h in den vierten und bei 50 bis 55 km/h in den fünften.

4. Weg mit unnötigem Gepäck
Der Urlaub ist schon drei Wochen vorbei und immer noch fährt der Dachgepäckträger mit. Wer kennt das nicht? Doch auch das führt zu einem höheren Spritverbrauch und mehr CO2-Emissionen: Aerodynamisch geformte Dachgepäckträger führen zu einem erhöhten Spritverbrauch von 1,5 Litern auf 100 km.
Drei Fahrräder auf dem Dach bedeuten bei Tempo 100 sogar einen Mehrverbrauch von vier Litern pro 100 km.
Noch ein Tipp: Wer meistens im Stadtverkehr oder nur kurze Strecken fährt, sollte den Tank nur halb voll machen. Spart Gewicht.

5. Reifendruck statt Widerstand
Kontrollieren Sie regelmäßig den Reifendruck. Nehmen Sie den Wert, den der Autohersteller für das vollbeladene Auto empfiehlt. Das sorgt neben einer geringeren Umweltbelastung für weniger Verschleiß an den Reifen und für eine höhere Bremssicherheit.

Beim Kauf von neuen Reifen sollten Sie auf Leichtlaufreifen achten: Sie haben einen deutlich geringeren Rollwiderstand.

6. Kurzstrecken zum nächsten Zigarettenautomaten meiden
Für einen Mittelklassewagen von VW gilt: Nach dem Start beträgt der Spritverbrauch 30 bis 40 Liter auf 100 Kilometer. Erst nach vier Kilometern hat sich der Verbrauch normalisiert. Lassen Sie also für kurze Strecken lieber das Auto stehen.
Auch der Motorverschleiß ist im kalten Zustand besonders groß. Dem Motor und der Umwelt zuliebe das Auto nicht im Stand warm laufen lassen. Besser gleich losfahren.

Übrigens: Starten Sie das Auto, ohne Gas zu geben. Moderne Autos haben das nicht mehr nötig. Dadurch vermeiden Sie hohe Drehzahlen beim Start - auch erkennbar am Aufheulen des Motors.

7. Vorausschauendes Fahren spart Sprit und schont die Gesundheit
Mit Vollgas auf die rote Ampel zufahren, um dann mit quietschenden Reifen zum Stehen zu kommen, ist nicht nur laut, sondern verbraucht auch viel Sprit. Rollen sie lieber im Leerlauf auf die Ampel zu, unter Umständen müssen Sie nicht mal anhalten. Dann legen Sie einen Gang ein, der zur Geschwindigkeit passt. Halten Sie genügend Abstand, so müssen Sie bei stockendem Verkehr nicht gleich bremsen. Diese Fahrweise ist zudem viel sicherer.

8. Strom sparen
Ob Stereoanlage, Klimaanlage oder Heckscheibenheizung: Je mehr Elektronik desto höher der Verbrauch. Am stärksten schlägt die Klimaanlage zu Buche, die im Stadtverkehr zu einem Mehrverbrauch von 1,8 Litern führt.

9. Motor aus
Sobald das Auto mehr als 10 Sekunden steht, sollten Sie den Motor ausstellen - also an Bahnübergängen oder roten Ampeln Motor aus. Beim Starten kein Gas geben.

Ein Test ergab, dass im simulierten Stau ein Mittelklassefahrzeug bei laufendem Motor 15 Liter pro 100 km verbrauchen würde. Ist der Motor hingegen aus und wird nur zum Aufschließen an den letzten Wagen eingeschaltet, verbraucht das Auto nur 7,5 Liter.

10. Bergauf Gang rauf
Vor einem Berg in den dritten Gang runterschalten - so ist's in den Köpfen verankert. Mehr als drei Liter Sprit kann man allerdings sparen, wenn man stattdessen bei gleicher Geschwindigkeit im fünften Gang bei 3/4 Gaspedalstellung den Berg erklimmt.

11. Öl ist nicht gleich Öl
Nehmen Sie beim nächsten Ölwechsel synthetische Leichtlauföle. Die besseren Schmiereigenschaften schützen vor Verschleiß und senken den Verbrauch.


 




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Keine neuen Tagebaue!

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