Das EinkaufsNetz

hat nicht nur Rezepte gegen Pestizide auf dem Teller, sondern auch Lösungen gegen den Klimawandel.

Schriftgrösse
 A | A | A

Das EinkaufsNetz

hat nicht nur Rezepte gegen Pestizide auf dem Teller, sondern auch Lösungen gegen den Klimawandel.



Donnerstag, 24. Juli 2008

Zwei Tonnen für jeden!




Die Industriestaaten haben eine historische Verantwortung für den Klimaschutz, denn sie sind für den größten Teil des Problems verantwortlich. Die Industrieländer sind auch diejenigen, die dank ihrer wirtschaftlichen Stärke finanziell in der Lage sind, handeln zu können.

Nur noch zwei Tonnen CO2-Ausstoß für jeden - eine Frage der Klimagerechtigkeit

Alle Menschen haben die gleichen Rechte - auch auf Nutzung von Energie. Zugleich dürfen aber die Emissionen, egal welchen Landes, nicht unendlich weiterwachsen. Eine global gerechte Reduktion von Treibhausgasen muss, so die Ansicht von Greenpeace, auf dem Prinzip der Verringerung und Annäherung basieren, das sich an einer Pro-Kopf-Emission an CO2 für jeden Weltbürger orientiert. Diese lag 2002 bei 3,8 Tonnen pro Jahr. Wollen wir das Klima retten und eine Erderwärmung um mehr als zwei Grad Celsius verhindern, muss es unser Ziel sein, diesen Pro-Kopf-Wert bis 2050 auf knapp zwei Tonnen zu senken.

Für die Industrieländer bedeutet dies starke Verringerungen. Deutschland hat eine durchschnittliche CO2-Emission von rund zehn, die USA von zwanzig Tonnen pro Kopf. Diese Länder müssen ihre Energiepolitik sofort umstellen und die Energiewende sowohl im eigenen Land als auch im internationalen Rahmen vorantreiben.

CO2-Emissionen Pro-Kopf (International Energy Agency, Daten von 2004)
StaatPro-Kopf-Emissionen CO2
USA19,73 Tonnen
Kanada17,24 Tonnen
Russland10,63 Tonnen
Deutschland10,29 Tonnen
Korea9,61 Tonnen
Japan9,52 Tonnen
Großbritannien8,98 Tonnen
Italien7,95 Tonnen
China3,65 Tonnen
Indien1,02 Tonnen
CO2-Emissionen pro Staat (International Energy Agency, Daten von 2004)
StaatCO2-Emissionen absolut
USA5.800 Millionen Tonnen
China4.732 Millionen Tonnen
Russland1.529 Millionen Tonnen
Japan1.215 Millionen Tonnen
Indien1.103 Millionen Tonnen
Deutschland849 Millionen Tonnen
Kanada551 Millionen Tonnen
Großbritannien537 Millionen Tonnen
Italien462 Millionen Tonnen
Korea462 Millionen Tonnen


Auch Entwicklungs- und Schwellenländer müssen ihre Emissionen verringern, aber eher mittel- bis langfristig. Das lässt sich am Beispiel China gut erklären. China hat heute einen CO2-Ausstoß von dreieinhalb Tonnen pro Kopf. Damit liegt das Land zwar unter dem globalen Durchschnitt, aber schon über dem Zielwert von knapp zwei Tonnen. Muss China also sofort reduzieren? Diese Forderung wäre vermessen angesichts der viel höheren Emissionswerte der Industrieländer.

Gerechter ist der Ansatz, dass Chinas Emissionen zunächst auf den globalen Durchschnitt steigen dürfen. Dies muss so effizient wie möglich geschehen, damit China nicht unsere Fehler wiederholt und in eine fossile Sackgasse gerät. Danach muss das Land aber wie alle Länder reduzieren. Dies erlaubt wirtschaftliche Entwicklung und läuft parallel zu den notwendigen Klimaschutzzielen.


 




Neues von der Klimakampagne

Weitere Nachrichten finden Sie unter Klima und Energie auf www.greenpeace.de

Schluss mit den Benzinfressern!


Der Kilometerstand zeigt, wie viele Menschen künftig nur noch ein Auto mit halben Spritverbrauch und CO2-Ausstoß wollen! Machen auch Sie mit, und unterschreiben Sie online!