Ist der Klimawandel noch aufzuhalten?
Die nächsten zehn bis zwanzig Jahre müssen wir nutzen: Der Klimawandel kann nicht mehr komplett aufgehalten werden, aber das Ausmaß der Veränderungen können wir noch bestimmen und uns allen eine lebenswerte Zukunft erhalten. Dazu müssen wir sofort handeln, denn die Treibhausgase entfalten ihre Wirksamkeit noch lange, nachdem sie freigesetzt wurden.
Und auch danach muss der weltweite Ausstoß drastisch reduziert werden, und zwar bis 2050 auf weniger als die Hälfte des heutigen Niveaus (bezogen auf das Jahr 1990). Für die Industriestaaten mit ihren hohen Emissionen bedeutet das eine Reduktion um 80 Prozent. Wir können den weltweiten Temperaturanstieg im Vergleich mit vorindustriellen Zeiten nur dann unter zwei Grad halten, wenn wir jetzt unseren Energieverbrauch reduzieren und auf Erneuerbare Energien umsteigen. Und selbst dann werden wir uns an Überschwemmungen und Dürren anpassen müssen.
Nur mit der Energiewende können wir den Klimawandel aufhalten
Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, brauchen wir eine völlig andere Energiepolitik: eine Energieversorgung auf Basis der klimafreundlichen Erneuerbaren Energien. Auf dem Weg zur vollständigen Energieversorgung durch Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse müssen wir zunächst alle Einsparmöglichkeiten und Effizienzpotenziale nutzen: Gebäude müssen so gut gedämmt werden, dass sie kaum mehr beheizt werden müssen. Bei Neubauten ist das schon problemlos möglich.
Beim Verkehr müssen öffentliche Verkehrsmittel gefördert, neue Mobilitätskonzepte erdacht und der Treibstoffverbrauch von Fahrzeugmotoren drastisch reduziert werden. Effiziente Techniken gibt es schon, trotzdem werden bislang kaum sparsame Motoren produziert. Strom sollte nur noch mit der effizienten Technik der Kraft-Wärme-Kopplung produziert werden, die gleichzeitig auch Wärme liefert und so eine doppelte Energieausbeute möglich macht. Besonders der Ausbau von Nahwärmenetzen ist hierfür wichtige Voraussetzung. Unsere Energieversorgungsstruktur auf der Basis von wenigen großen Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken muss dezentraler werden und einem intelligenten Mix von Erneuerbaren Energien weichen, der von virtuellen Schaltzentralen gesteuert wird.
Energie-[R]Evolution
Gleichzeitig müssen wir noch eine zweite große Herausforderung meistern: den schnellstmöglichen Atomausstieg. Es gibt viel zu tun, und Politik, Wirtschaft und jede und jeder Einzelne sind gefragt, an dem Weg aus der energiepolitischen Sackgasse aus Braunkohle und Atom mitzuarbeiten.
Die Speicherung von CO2 aus Kohlekraftwerken im geologischen Untergrund hilft uns bei den vor uns liegenden Herausforderungen genausowenig wie die gefährliche Atomkraft.
Dass diese Aufgabe ohne diese fragwürdigen Technologien zu bewältigen ist, hat Greenpeace mit einem weltweiten Energieszenario gezeigt: Der Masterplan zur Rettung des Klimas "Energy [R]Evolution" zeigt anhand verschiedener Länderszenarien, wie der Weg zur radikalen Energiewende aussehen muss. Was Deutschland tun muss, zeigt Greenpeace im Plan B.
Nichthandeln wird teuer
Wenn wir nicht umgehend Maßnahmen ergreifen, um die globale Erwärmung aufzuhalten, könnte der Schaden unumkehrbar sein. Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beziffert die Kosten des Klimawandels auf bis zu 800 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050 nur in Deutschland. Der englische Chef-Ökonom Nicolas Stern warnte 2006 in einer Untersuchung für die britische Regierung vor Kosten in Höhe von fünf bis zwanzig Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts jährlich - sollten nicht sofort wirksame Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden.
Zum Weiterlesen:
Interview mit unserem Energieexperten Jörg Feddern: "Warum Greenpeace glaubt, dass die Erde noch zu retten ist" Atomkraft ist keine Rettung für das Klima CO2-Speicherung ist keine Lösung Reichen die Erneuerbaren Energien für unseren Lebensstandard? Klima - das fordert Greenpeace
Nur mit der Energiewende können wir den Klimawandel aufhalten
Um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen, brauchen wir eine völlig andere Energiepolitik: eine Energieversorgung auf Basis der klimafreundlichen Erneuerbaren Energien. Auf dem Weg zur vollständigen Energieversorgung durch Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse müssen wir zunächst alle Einsparmöglichkeiten und Effizienzpotenziale nutzen: Gebäude müssen so gut gedämmt werden, dass sie kaum mehr beheizt werden müssen. Bei Neubauten ist das schon problemlos möglich. Beim Verkehr müssen öffentliche Verkehrsmittel gefördert, neue Mobilitätskonzepte erdacht und der Treibstoffverbrauch von Fahrzeugmotoren drastisch reduziert werden. Effiziente Techniken gibt es schon, trotzdem werden bislang kaum sparsame Motoren produziert. Strom sollte nur noch mit der effizienten Technik der Kraft-Wärme-Kopplung produziert werden, die gleichzeitig auch Wärme liefert und so eine doppelte Energieausbeute möglich macht. Besonders der Ausbau von Nahwärmenetzen ist hierfür wichtige Voraussetzung. Unsere Energieversorgungsstruktur auf der Basis von wenigen großen Kohle-, Atom- und Gaskraftwerken muss dezentraler werden und einem intelligenten Mix von Erneuerbaren Energien weichen, der von virtuellen Schaltzentralen gesteuert wird.
Energie-[R]Evolution
Gleichzeitig müssen wir noch eine zweite große Herausforderung meistern: den schnellstmöglichen Atomausstieg. Es gibt viel zu tun, und Politik, Wirtschaft und jede und jeder Einzelne sind gefragt, an dem Weg aus der energiepolitischen Sackgasse aus Braunkohle und Atom mitzuarbeiten.
Die Speicherung von CO2 aus Kohlekraftwerken im geologischen Untergrund hilft uns bei den vor uns liegenden Herausforderungen genausowenig wie die gefährliche Atomkraft. Dass diese Aufgabe ohne diese fragwürdigen Technologien zu bewältigen ist, hat Greenpeace mit einem weltweiten Energieszenario gezeigt: Der Masterplan zur Rettung des Klimas "Energy [R]Evolution" zeigt anhand verschiedener Länderszenarien, wie der Weg zur radikalen Energiewende aussehen muss. Was Deutschland tun muss, zeigt Greenpeace im Plan B.
Nichthandeln wird teuer
Wenn wir nicht umgehend Maßnahmen ergreifen, um die globale Erwärmung aufzuhalten, könnte der Schaden unumkehrbar sein. Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) beziffert die Kosten des Klimawandels auf bis zu 800 Milliarden Euro bis zum Jahr 2050 nur in Deutschland. Der englische Chef-Ökonom Nicolas Stern warnte 2006 in einer Untersuchung für die britische Regierung vor Kosten in Höhe von fünf bis zwanzig Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts jährlich - sollten nicht sofort wirksame Klimaschutzmaßnahmen ergriffen werden.
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