4. April 2006: Landliebe-Bauern verfüttern Gen-Mais
Also doch! Entgegen anders lautender Beteuerungen füttern Vertragsbauern von Campina/Landliebe ihre Milchkühe mit Gen-Mais. Das ist das Ergebnis von Futtermittelproben, die Greenpeace heute morgen bei einem Campina-Milchlieferanten in Neutrebbin/Brandenburg genommen und analysiert hat.
"Landliebe täuscht die Verbraucher", sagt Alexander Hissting, Gentechnikexperte von Greenpeace. "Für ein paar Hektar Gen-Mais setzt Landliebe seinen guten Ruf aufs Spiel. Glaubwürdig wird der Konzern erst wieder, wenn die Milchlieferungen von Gen-Mais-Bauern eingestellt werden. Der Anteil an Gen-Mais ist in Deutschland so gering, dass Molkereien leicht darauf verzichten können."
Greenpeace hatte bereits im April 2005 aufgedeckt, dass zwei deutsche Campina-Milchlieferanten umstrittenen Gen-Mais anbauen. In Briefen an Verbraucher behauptete Campina anschließend: "Der bisher von zwei landwirtschaftlichen Betrieben angebaute gentechnisch veränderte Mais MON810 ist lediglich im Versuchsanbau angebaut worden und wird nicht für die Verfütterung an Milchkühe verwendet (...)". Letzteres hatten die Gen-Bauern Campina in Briefen bestätigt. (PDF: 40 KB)
Doch von wegen Versuchsanbau: Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurde auch der Gen-Mais in Neutrebbin für kommerzielle Zwecke angebaut. Und dass der Gen-Mais auch an die Milchkühe verfüttert wird, ist seit heute ebenfalls klar. Der Gen-Mais-Bauer aus Neutrebbin behauptet jedenfalls, er könne mit seinem Gen-Mais machen, was er wolle!
Auch in diesem Jahr wollen Campina-Vertragsbauern auf mindestens 134 Hektar den umstrittenen Gen-Mais MON810 anbauen, der in der Schweiz, in Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen wegen ungeklärter Risiken verboten ist. Was dann damit passiert, dürfte spätestens jetzt klar sein!
Zum Weiterlesen:
Greenpeace hatte bereits im April 2005 aufgedeckt, dass zwei deutsche Campina-Milchlieferanten umstrittenen Gen-Mais anbauen. In Briefen an Verbraucher behauptete Campina anschließend: "Der bisher von zwei landwirtschaftlichen Betrieben angebaute gentechnisch veränderte Mais MON810 ist lediglich im Versuchsanbau angebaut worden und wird nicht für die Verfütterung an Milchkühe verwendet (...)". Letzteres hatten die Gen-Bauern Campina in Briefen bestätigt. (PDF: 40 KB)
Doch von wegen Versuchsanbau: Laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) wurde auch der Gen-Mais in Neutrebbin für kommerzielle Zwecke angebaut. Und dass der Gen-Mais auch an die Milchkühe verfüttert wird, ist seit heute ebenfalls klar. Der Gen-Mais-Bauer aus Neutrebbin behauptet jedenfalls, er könne mit seinem Gen-Mais machen, was er wolle!
Auch in diesem Jahr wollen Campina-Vertragsbauern auf mindestens 134 Hektar den umstrittenen Gen-Mais MON810 anbauen, der in der Schweiz, in Österreich, Ungarn, Griechenland und Polen wegen ungeklärter Risiken verboten ist. Was dann damit passiert, dürfte spätestens jetzt klar sein!
Zum Weiterlesen:
- Analyse-Ergebnis der Futtermittel-Probe (Körner) von Campina-Vertragsbauern aus Neutrebbin (PDF: 39 KB)
- Analyseergebnis der Futtermittel-Probe (aus dem Futtertrog) von Campina-Vertragsbauer aus Neutrebbin (PDF: 39 KB)
- Selbstauskünfte von Campina-Bauern zur Verfütterung von Gen-Mais (PDF: 41 KB)
- Die Campina-Reaktionen auf die Greenpeace-Vorwürfe, kommentiert vom Greenpeace-Gentechnik-Experten Alexander Hissting
- Gentechnik ist, wenn es Landliebe ist (PDF; 62 KB )


