Pestizid-Kampagne trägt Früchte
Erfolg für Greenpeace: Als vierte Handelskette will nun auch Metro (Real, Kaufhof) für eine bessere Qualität im Obst- und Gemüse-Regal sorgen. Die Lebensmittel dürfen künftig nur noch maximal 70 Prozent der gesetzlich zulässigen Pestizidbelastung enthalten. Lieferanten, die gegen die Standards verstoßen, droht Metro mit Auslistung.
Doch auch die Verbraucher waren aktiv. Ebenso wie der Ratgeber aus dem Jahr 2005 ist das Mitte Februar erschienene Heft "Essen ohne Pestizide" ein kostenloser Kassenschlager. Es wurde 180.000-mal angefordert und die Nachfrage reißt nicht ab. Verbraucher erfahren darin, in welchen Supermärkten mehr Pestizide als Vitamine verkauft werden.
"Greenpeace begrüßt die Pestizid-Programme. Vier große deutsche Supermarktketten haben jetzt auf unsere Forderungen und die Proteste der Verbraucher hin gehandelt", so Greenpeace-Chemie-Experte Manfred Krautter. "Je weniger Gift im Essen steckt, desto besser ist das für unsere Gesundheit. Ein geringerer Spritzmitteleinsatz auf den Feldern schont zudem die Natur und unser Grundwasser."
Jegliche Programme zur Pestizidreduktion fehlen bislang bei Edeka und Kaiser's/Tengelmann - ausgerechnet den Schlusslichtern des Pestizidtests. Die zu Metro gehörenden Ketten Real und Kaufhof landeten im Mittelfeld.
Den kostenlosen Ratgeber "Essen ohne Pestizide" können Sie telefonisch unter 040-30 61 81 20 oder per E-Mail bestellen. Zum PDF gelangen Sie über diesen Link.
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