Das EinkaufsNetz

streitet für gesunde Lebensmittel ohne Pestizidrückstände.

Unterstützen Sie unsere Arbeit, damit wir alle Obst ohne Gift essen können!

Schriftgrösse
 A | A | A


Freitag, 21. November 2008

Alles im Fluss? PFTs gehören nicht in die Nahrungskette!



10. November 2006: Schnappauf will die Brühe nicht!


20 Greenpeace-Aktivisten wollten dem bayerischen Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) heute Wasserproben aus der mit Chemikalien belasteten Alz übergeben. Doch im bayerischen Umweltministerium wollte niemand die Brühe entgegennehmen. Angeblich war der Minister nicht da. Nach anderthalb Stunden Wartezeit wollten sich die Aktivisten selbst überzeugen und sahen nach.

Schnappauf war wirklich nicht da. Die Wasserproben haben die Aktivisten dem Minister einfach dagelassen - als Erinnerung und mit der Aufforderung, die Gifteinleitung in den Fluss sofort zu beenden. Greenpeace hatte am Tag zuvor bekannt gemacht, dass der Chemiepark Werk Gendorf bei Burgkirchen große Mengen von Perfluorierten Chemikalien (PFT) als Abwasser in die Alz leitet.

Sogar im Trinkwasser der Umgebung wurden Spuren des Stoffes gefunden, der sich im Körper anreichert und im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Besonders bedenklich: Perfluorierte Chemikalien sind sehr langlebig. Einmal in die Nahrungskette gelangt, bauen sie sich so gut wie gar nicht ab. Deshalb finden sich die Chemikalien im menschlichen Blut, und über die Nabelschnur werden Babys bereits im Mutterleib mit dem Gift versorgt.

Einen sorgfältigeren Umgang mit Chemikalien will die Europäische Union mit dem Gesetz REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) regeln. Der Fall Gendorf zeigt, wie dringend das ist. Doch in Brüssel ist umstritten, ob der Ersatz gefährlicher chemischer Stoffe – wie PFT – verbindlich vorgeschrieben wird. Am 13. Dezember 2006 will das EU-Parlament über die wichtige Reform abstimmen.


Zurück  
Seite 2 / 5


Kommentare Einfügen

 Alles im Fluss? PFTs gehören nicht in die Nahrungskette!



Mehr aus diesem Artikel

Und was macht Greenpeace?

Pestizidtests bei Obst und Gemüse, Ratgeber und Mitmachaktionen für Verbraucher führen zum Erfolg: Die Obst- und Gemüsebranche fürchtet um ihre Kunden und will sich bessern. Lesen Sie mehr über unsere Kampagne.

Was können Sie tun?

  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
  • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
  • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
  • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

Ernte-Kalender

Erfahren Sie hier, wann welche Früchte reif sind. Denn wer nach den Jahreszeiten isst, hat gesünderes Essen und mehr Geschmack auf dem Teller.