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Freitag, 9. Januar 2009

Pestizidtrauben - besonders Kinder sind gefährdet



Wenn Eltern ihren Kindern was Gesundes zum Naschen geben wollen, sind die süß-saftigen Trauben besonders beliebt. Doch Vorsicht! Gerade Kinder sind gefährdet, wenn sie gespritzte Tafeltrauben aus dem Supermarkt essen.


Eine aktuelle Greenpeace-Studie vom Dezember 2005 zeigt, dass ein Kind schon nach dem Verzehr von nur vier belasteten Einzeltrauben eine akute Schädigung des Hormon- oder Nervensystems befürchten muss, da in vielen der untersuchten Proben die so genannte "Akute Referenzdosis“ (ARfD) bis zum Vierfachen überschritten wird - ein Zustand, den auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in einer aktuellen Stellungnahme für "nicht akzeptabel" hält.

Die "Akute Referenzdosis" wird vom BfR und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) festgelegt. Sie beschreibt die Menge einer Substanz, die mit einer Mahlzeit oder innerhalb eines Tages aufgenommen werden kann, ohne ein gesundheitliches Risiko für den Konsumenten darzustellen. Bereits bei einmaliger Überschreitung dieses Grenzwertes besteht die Gefahr von Gesundheitsschäden.

Diese Extrembelastungen wurden in 14 von 77 getesteten deutschen Traubenproben festgestellt. Auch in fünf weiteren deutschen Obst- und Gemüseproben fanden sich ARfD-Überschreitungen. Das Fatale: In 15 dieser Fälle wurden die in Deutschland geltenden gesetzlichen Höchstmengen überhaupt nicht überschritten! Die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte wird also nicht nur viel zu selten überprüft, die Werte selbst sind nach Maßgaben des WHO und BfR viel zu niedrig! Und dass die Einhaltung selbst dieser Grenzwerte von den zuständigen Länderbehörden kaum überprüft wird, zeigt die aktuelle Studie "Pestizide außer Kontrolle II".

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