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Freitag, 21. November 2008

Ein Bad in Chemikalien: Aale in deutschen Flüssen



Lecker? Flammschutzmittel in Aalen


Bereits im November 2005 hatte Greenpeace in einem ersten Teil der Studie "Swimming in Chemicals" auf die hohe Belastung der europäischen Aale mit bromierten Flammschutzmitteln und Polychlorierten Biphenylen (PCBs) hingewiesen. Diese Stoffe stehen unter anderem im Verdacht, bei Kindern zu Lernschwierigkeiten und Verhaltensstörungen zu führen.

Für alle, die den fetten Fisch gerne verzehren, ist das Ergebnis der aktuellen Greenpeace-Studie ein Katastrophe: In jeder der zwanzig untersuchten Aalproben fand sich mindestens ein bromiertes Flammschutzmittel. Besonders belastet waren Fische aus Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Deutschland. In Deutschland wiesen vor allem Aale aus Rhein und Main hohe Schadstoffgehalte auf.

Europaweit gibt es über 100.000 Chemikalien, die nie auf ihre Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit getestet wurden. Im Aal reichern sich die giftigen Stoffe im Fettgewebe an, da Fische am Ende der Nahrungskette stehen. Mittlerweile finden sie in der Muttermilch und im Blut eines jeden Europäers.

Damit die gefährlichen Stoffe endlich aus dem Verkehr gezogen werden können, darf die neue EU-Chemikalienverordnung REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) nicht abgeschwächt werden, wie es die Chemie-Industrie fordert.

Über 8000 EinkaufsNetz-Mitmacher hatten im November 2005 ihre Abgeordneten aufgefordert, sich für ein starkes und verbraucherfreundliches EU-Chemikalienrecht einzusetzen! Doch das EU-Parlament hat in der ersten Lesung weitgehend im Sinne der Chemie-Industrie abgestimmt!


Lesen Sie hier, wie die EU-Parlamentarier geantwortet haben.


Zum Weiterlesen:
  • Lesen Sie hier die komplette Studie (auf Englisch) "Swimming in Chemicals" (PDF; 1,2 MB).
  • Hier finden Sie die deutsche Zusammenfassung zur Schadstoffbelastung in deutschen Aalen (PDF; 175 KB) der Studie.


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