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Freitag, 21. November 2008

Grenzenlose Grenzwerte für Obst und Gemüse



Mai 2005: Rot-Grün erhöht Grenzwerte


Obwohl sich die rot-grüne Koalition die Förderung der Lebensmittelqualität auf ihre Fahnen geschrieben hat, werden den deutschen Verbrauchern mehr Pestizide zugemutet als früher: Statt zu sinken, sind die erlaubten Höchstwerte für Pestizidrückstände in pflanzlichen Lebensmitteln seit 1999 gestiegen, nicht selten um das 100- oder gar 1000fache. Bei Hopfen ist nun sogar die 5000fache Menge des Fungizids Clorthalonil erlaubt, so eine Greenpeace-Studie vom Mai 2005 (PDF: 1,85 MB).

Von allen Pestizid-Grenzwerten wurden nur 41 Prozent verschärft, 59 Prozent hingegen entschärft. Hinzu kommt, dass die Grenzwerte im Schnitt deutlich stärker angehoben als gesenkt wurden. Im Jahr 2000, vor Antritt von Verbraucherministerin Künast, wurden 177 Grenzwerte angehoben, im letzten Jahr waren es hingegen 391 - eher mehr Masse als Klasse.

Verbraucherinnen und Verbraucher wollten das nicht hinnehmen und protestierten bei der Verbraucherministerin Renate Künast. Knapp 3.500 Menschen haben sich an der EinkaufsNetz-Mitmachaktion beteiligt.


Lesen Sie unten das Antwortschreiben des Ministeriums und unsere Entgegnung darauf.

Zum Weiterlesen:


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Was können Sie tun?

  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
  • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
  • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
  • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

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