Was sagen Grenzwerte aus?
Unser Pestizidanalysen zeigen es: Gifte im Essen sind keine Ausnahme, sondern Alltag. Tagtäglich landen also über Obst und Gemüse eine Vielzahl verschiedener Spritzmittel in unseren Mündern und Mägen. Wie viel von einem Gift auf und in dem Essen haften bleiben darf, wird über Grenzwerte reguliert.
"Grenzwerte sind eine rein juristische Angelegenheit. Aus wissenschaftlicher Sicht sind sie nicht haltbar", sagt Klaus Runow, Leiter des Instituts für Umweltkrankheiten (IFU) in Bad Emstal. Er kritisiert: "Jeder Mensch reagiert anders auf die Gifte. Das wird nicht berücksichtigt." Außerdem kommt ein Pestizid selten allein; das zeigen unsere Analysen. Bis zu acht verschiedene Spritzmittel konnte Greenpeace beispielsweise in Tafeltrauben aus der Türkei nachweisen; die Grenzwerte wurden teilweise 14-fach überschritten!


