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Freitag, 9. Januar 2009

Obst und Gemüse - frisch, knackig, giftig?



Laxe Kontrollen, Grenzwerte ohne Grenzen und ahnungslose Verbraucher


Wie kann es sein, dass so viel übermäßig belastete Ware im Supermarktregal liegt? Zum einen nimmt der Lebensmittelhandel seine Verantwortung nicht wahr, durch eigene Kontrollen den Verkauf verseuchter Nahrung zu verhindern, zum anderen kontrollieren die Behörden die Lebensmittel nicht umfassend genug. Greenpeace benotete 2003 die Arbeit der Tester mit einer Fünf.

Hinzu kommt, dass die Ware ganz legal immer giftiger werden darf. Statt Grenzwerte zu senken hat das unter grüner Leitung stehende Verbraucherministerium in den letzten Jahren die zulässigen Pestizidlimits unter dem Strich massiv erhöht. So wurde der Höchstwert für das als potentiell krebserregend eingestufte Fungizid Clorthalonil in Hopfen um das 5000-Fache herauf gesetzt. Bei Bananen werden Verbrauchern 273 Milligramm Pestizide pro Jahr mehr zugemutet.

Und wir Verbraucher haben selbst Grenzwertüberschreitungen zu schlucken. Denn die Gesetzeslage in Deutschland ermöglicht, dass die ohnehin spärlichen Daten über giftige Lebensmittel geheim gehalten werden dürfen. Die Namen der Läden, die schlechte Ware verkaufen, erfahren wir nicht. Seit Sommer 2002 fordert das EinkaufsNetz ein wirksames Verbraucherinformationsgesetz, welches bei Verstößen Produkt und Firma benennt. Verbraucher hätten dann die Möglichkeit, sich zu informieren, wie wichtig Unternehmen die Qualität ihres Angebots ist und wo es weniger belastete Ware zu kaufen gibt.


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Was können Sie tun?

  • Waschen und schälen Sie Obst und Gemüse.
  • Kaufen Sie Früchte aus der Region, und achten Sie auf robuste Sorten.
  • Bevorzugen Sie Öko-Ware - sie ist in der Regel frei von Pestizidrückständen.
  • Verwenden Sie für Kleinkinder-Nahrung nur Bio-Produkte.

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