Das EinkaufsNetz

fordert, gefährliche Chemikalien endlich aus alltäglichen Produkten wie Creme, Schuhe oder Möbel zu verbannen.

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fordert, gefährliche Chemikalien endlich aus alltäglichen Produkten wie Creme, Schuhe oder Möbel zu verbannen.



Freitag, 9. Januar 2009

Chic ohne Chemie



Knitterfreie Blusen, Jeans, die nicht einlaufen - Textilien werden heute mit allen möglichen Eigenschaften ausgestattet. Das geht allerdings nur mit jeder Menge giftiger Chemie, die Mensch und Umwelt massiv schädigen können.


Dass man auch ohne giftige Chemie eine gute Figur machen kann, zeigen namhafte Designer wie Agatha Ruiz de la Prada, Carmen March und Co. am 19. Juli 2006 auf einer Modenschau in Madrid mit Kollektionen, die exklusiv für Greenpeace designt wurden. Garantiert chemikalienfrei. Große Modehäuser wie Mango, Camper und Zara ziehen nach. Sie unterstützen die Modenschau und wollen langfristig auf Giftstoffe verzichten.

Denn auch Verbraucherinnen und Verbraucher fordern sichere Produkte. Viele Menschen reagieren auf die Gifte mit Hautjucken, Kopfschmerzen oder Allergien. Außerdem sind langfristige Schäden wie eine Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfähigkeit oder ein erhöhtes Krebsrisiko nicht ausgeschlossen. Etwa ein Viertel der weltweit produzierten Chemikalien landet in Kleidungsstücken. Über den Hautkontakt gelangen die Gifte in unseren Körper.

Die Politik ist gefragt
Gefährliche Substanzen haben in Klamotten und anderen Alltagsgegenständen nicht zu suchen. Deshalb hat sich die Modenschau auch an die Politik gerichtet: Es geht um 100.000 ungeprüfte Chemikalien, die endlich untersucht werden müssen!

Im Dezember 2006 hat das europäische Parlament das EU-Chemikaliengesetz REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) beschlossen - es war ein zähes Ringen über mehrere Jahre. Erstmals werden nun 30.000 bislang ungeprüfte Substanzen am Markt getestet und gegebenenfalls verboten. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Chemieindustrie die Reform durch massive Lobbyarbeit schwächen konnte.

Machen Sie mit!
Achten Sie beim Kleiderkauf auf anerkannte Ökolabel. Hier finden Sie eine kurze Übersicht im Dschungel der Textilsiegel Für mehr Informationen können Sie beim Greenpeace-Magazin für acht Euro (zuzüglich Porto) eine Textil-Fibel bestellen, die ausführlich über den Textilmarkt und alle Textillabel informiert.

Zum Weiterlesen:
Abgeschlossene Mitmachaktion:
Mit Stil und Verantwortungsbewusstsein - so sollten sich auch die Politiker und die Chemie-Industrie den Herausforderungen der Zukunft stellen, anstatt über die Kosten der Reform zu klagen! Über 8.000 EinkaufsNetz-Mitmacher haben ihre EU-Abgeordneten zur ersten Lesung im EU-Parlament aufgefordert, sich für eine starke EU-Chemikalienreform einzusetzen. Lesen Sie hier die von uns kommentierten Antworten Ihrer Parlamentarier!


 
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Mehr aus diesem Artikel

Was können Sie tun?


  • Informieren Sie sich über schadstoffarme Produkte und Lebensmittel: Werfen Sie einen Blick auf verschiedene Tests und Ratschläge von Greenpeace-Österreich und Ökotest.
  • Schauen Sie nach schadstoffarmen Produkten, z. B. solche, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind oder von der Zeitschrift Ökotest empfohlen werden.
  • Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel, die in der Regel frei von Pestiziden sind.

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Zum Weiterlesen:

Schauen Sie sich auch unsere Seite "Tipps und Tricks für den Alltag" an. Dort erfahren Sie, wie Sie sich gesund ernähren können - ganz einfach, preiswert und ohne viel Aufwand.