Die EU-Chemikalienverordnung REACH soll endlich Abhilfe schaffen. Doch der EU-Wettbewerbsrat hat am 13. Dezember beschlossen, dass die Industrie gefährliche Stoffe nicht durch sicherere Alternativen ersetzen muss. Zuvor hatte bereits das EU-Parlament in erster Lesung entschieden, dass die Wirtschaft immer weniger Daten erheben und vorlegen muss.
Von der groß angelegten Chemikalienreform droht kaum mehr etwas übrig zu bleiben. Im nächsten Jahr landet sie wieder im EU-Parlament, das bis jetzt zumindest das "Substitutionsprinzip" hochgehalten hat. Dieses Prinzip besagt, dass besonders gefährliche Chemikalien schrittweise von den Unternehmen durch unbedenklichere Alternativen ersetzt werden sollen.
Statt das Innovationspotential, das in der Entwicklung ungefährlicher Substanzen steckt, zu nutzen, stärken EU und Bundesregierung die Interessen der Chemie-Industrie. Die verzeichnet nach eigenen Angaben das stärkste Wachstum seit zehn Jahren. Zeitgleich wurden mehr als 4.000 Arbeitsplätze abgebaut.
Zum Weiterlesen:


