Giftcocktail aus der Nabelschnur
Schützt die Plazenta das ungeborene Leben vor gefährlichen Industriechemikalien? Leider nein. Die aktuell veröffentlichte Studie von Worldwide Fund for Nature (WWF) und Greenpeace belegt, dass über die Nabelschnur eine Vielzahl von Chemikalien direkt in den Körper des ungeborenen Kindes gelangt.
Die in Blutproben gefundenen Substanzen können für Mutter und Kind gesundheitsschädlich sein. Neben bromierten Flammschutzmitteln, künstlichen Moschusdüften und Weichmachern fand man sogar das längst verbotene Pestizid DDT.
Es gibt zurzeit über 100.000 ungeprüfte Chemikalien am Markt, die aus Alltagsprodukten wie Konserven, Kleidungsstücken und Lebensmittelverpackungen entweichen. Auch Plastikspielzeug, Kosmetikartikel und Computer setzen eine Vielzahl von Stoffen frei, die über Hautkontakt, die Nahrung oder beim Atmen direkt in die menschliche Blutbahn gelangen. Deshalb hat fast jeder Mensch einen Giftcocktail im Blut, von dem man nicht weiß, wie er wirkt. Obwohl die Stoffe zum Teil seit Jahrzehnten auf dem Markt sind, ist über ihre Langzeitwirkungen bisher wenig bekannt.
Das EU-Chemikaliengesetz REACH. (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) soll Abhilfe schaffen. Doch die derzeitige Fassung der Gesetzesvorlage, die im November in erster Lesung im EU-Parlament verhandelt wird, ist unzureichend und bietet viele Schlupflöcher.
Greenpeace und der WWF fordern:
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Es gibt zurzeit über 100.000 ungeprüfte Chemikalien am Markt, die aus Alltagsprodukten wie Konserven, Kleidungsstücken und Lebensmittelverpackungen entweichen. Auch Plastikspielzeug, Kosmetikartikel und Computer setzen eine Vielzahl von Stoffen frei, die über Hautkontakt, die Nahrung oder beim Atmen direkt in die menschliche Blutbahn gelangen. Deshalb hat fast jeder Mensch einen Giftcocktail im Blut, von dem man nicht weiß, wie er wirkt. Obwohl die Stoffe zum Teil seit Jahrzehnten auf dem Markt sind, ist über ihre Langzeitwirkungen bisher wenig bekannt.
Das EU-Chemikaliengesetz REACH. (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien) soll Abhilfe schaffen. Doch die derzeitige Fassung der Gesetzesvorlage, die im November in erster Lesung im EU-Parlament verhandelt wird, ist unzureichend und bietet viele Schlupflöcher.
Greenpeace und der WWF fordern:
- Für alle Chemikalien müssen von der Chemieindustrie ausreichende Informationen vorgelegt werden.
- Wo möglich sollen gefährliche Chemikalien durch sicherere Alternativen ersetzt werden.
- Verbraucher/innen müssen sich über Schadstoffe in Alltagsprodukten informieren können.


