Düfte: herrlich oder gefährlich?
"Reines Gift" sprüht man sich wohl kaum auf die Haut oder atmet es freiwillig ein, selbst wenn Christian Dior sein Parfüm "Pure Poison" nennt. Aber bedeutet Wohlgeruch gleich Wohlbefinden?
Wie diese chemischen Substanzen wirken ist bis jetzt erst unzureichend erforscht. Zahlreiche Einzelstudien legen allerdings nahe, dass sie zum Teil beträchtliche Gesundheitsrisiken bergen.
Und Phthalate und synthetische Moschusverbindungen sind nur ein Beispiel. Für fast alle der über 100.000 Chemikalien am Markt gibt es keine ausreichenden Sicherheitsdaten. Das soll sich mit der EU-Chemikalienreform REACH ändern.
Doch die Chemieindustrie wehrt sich mit Händen und Füßen! Es sollen nur noch 30.000 Substanzen überhaupt getestet werden. Und von diesen 30.000 verlangt REACH bei zwei Dritteln mittlerweile nur noch wenige Grunddaten.
Das reicht nicht aus, um Gesundheitsrisiken auszuschließen.
Das EinkaufsNetz fordert deshalb:
- Ungeprüfte Substanzen müssen untersucht und gefährliche dürfen nicht zugelassen werden.
- Gefährliche Stoffe sollen in jedem Fall ersetzt werden, wenn es sichere Alternativen gibt.
- Die Hersteller und nicht die Verbraucher müssen beweisen, dass ihre Produkte nicht gesundheitsschädigend sind.
Machen Sie mit!
Fordern Sie EU-Kommissar Günter Verheugen mit einer E-Mail auf, sich bei REACH für Verbraucher- und Umweltinteressen einzusetzen und nicht für die Chemieindustrie.
Wie giftig "Pure Poison" und die anderen untersuchten Düfte sind, lesen Sie auf der nächsten Seite.


