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Samstag, 22. November 2008

Triclosan - gefährlicher Bakterienkiller



Die Werbung der Chemieindustrie hat einen neuen Feind ausgemacht: Fiese Bakterien lauern im Bad, in der Küche und sogar in der Kleidung auf wehrlose Opfer. Als Gegenmittel bietet sie uns eine zunehmende Flut von antibakteriellen Reinigern, Zahncremes und Kosmetika sowie vermehrt Anti-Mief-Textilien zum Kauf an. Der Bestseller unter den Bakterienkillern: die Chemikalie Triclosan.


Doch die sich ausbreitende Desinfektionsmanie im Haushalt, in der Körperpflege und der Kleidung wird nicht nur von Ärzten durchaus kritisch gesehen. In einer Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikoforschung (BFR) vom Mai 2006 heißt es: "Der Einsatz von Triclosan sollte auf das unbedingt notwendige Maß im ärztlichen Bereich beschränkt werden." Denn Triclosan schädigt nicht nur die Hautflora und reichert sich sogar in der Muttermilch an. Durch die geringen Dosierungen in Alltagsgegenständen droht eine zunehmende Resistenzbildung von Keimen gegenüber Antibiotika.

Außerdem gelangt Triclosan über die Abwässer tonnenweise in die Umwelt, schädigt Wasserorganismen und reichert sich in Fischen an. Selbst die Dioxinbelastung der Umwelt scheint es zu erhöhen. Und da Pilze und Bakterien Resistenzen gegen solche Bakterienkiller entwickeln können, drohen wichtige Desinfektionsmittel in Krankenhäusern und Arztpraxen wirkungslos zu werden.


 
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