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fordert, gefährliche Chemikalien endlich aus alltäglichen Produkten wie Creme, Schuhe oder Möbel zu verbannen.

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Freitag, 29. August 2008

REACH - für ein giftfreies Europa



Seit über zwei Jahren verhandeln die verschiedenen EU-Institutionen über die EU-Chemiekalienreform REACH (Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien). Es geht um 100.000 ungeprüfte Chemikalien, die endlich untersucht werden müssen! Im Dezember 2006 hat das europäische Parlament abschließend entschieden!


REACH - ein zartes Pflänzchen


Es war ein zähes Ringen über mehrere Jahre, doch jetzt hat das Europäische Parlament das EU-Chemikaliengesetz REACH beschlossen. Bereits Anfang des Monats hatten Ministerrat und Parlament den Kompromiss ausgehandelt. Erstmals werden nun 30.000 bislang ungeprüfte Substanzen am Markt getestet und gegebenenfalls verboten. Ein großer Schritt in die richtige Richtung, auch wenn die Chemieindustrie die Reform durch massive Lobbyarbeit schwächen konnte.

Dank der gemeinsamen Bemühungen der deutschen Industrie und der Bundesregierung ist aus dem Löwen REACH ein zahmes Kätzchen geworden, sagt Greenpeace-Sprecherin Corinna Hölzel. Die Testanforderungen für ungefähr 20.000 der von REACH erfassten 30.000 Chemikalien sind stark abgeschwächt worden. Außerdem bleiben Risiko-Chemikalien erlaubt, wenn die Hersteller behaupten, sie angemessen zu kontrollieren.

Trotz dieser Schwachpunkte kann und muss sich das zarte Pflänzchen REACH jetzt entwickeln! Die Möglichkeiten hierfür wurden auch durch Ihren Protest geschaffen. Allein bei unserer letzten Unterschriftsaktion an EU-Parlamentarier haben sich über 2200 Verbraucherinnen und Verbraucher beteiligt. So konnten einige wichtige Forderungen durchgesetzt werden.

Nicht abbaubare Stoffe müssen durch Alternativen ersetzt werden, sobald es solche gibt. Und Chemikalien, die in sehr großen Mengen hergestellt werden, dürfen künftig nur noch dann verkauft werden, wenn die Chemie-Unternehmen umfangreiche Sicherheitsdaten vorlegen. Die Beweislast liegt damit bei den Herstellern und nicht mehr wie bisher bei Verbrauchern oder Behörden!

REACH muss jetzt Stück für Stück umgesetzt werden. Bis Juli 2007 soll das Gesetzespaket alle EU-weit geltenden Regelungen ersetzen. Auch diesen Prozess werden wir - zusammen mit Ihnen - kritisch im Auge behalten. Denn natürlich stöhnt die Chemie-Industrie schon jetzt, dass ihnen REACH zu teuer werde!

Zum Weiterlesen:



 
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Was können Sie tun?


  • Informieren Sie sich über schadstoffarme Produkte und Lebensmittel: Werfen Sie einen Blick auf verschiedene Tests und Ratschläge von Greenpeace-Österreich und Ökotest.
  • Schauen Sie nach schadstoffarmen Produkten, z. B. solche, die mit dem Blauen Engel ausgezeichnet sind oder von der Zeitschrift Ökotest empfohlen werden.
  • Bevorzugen Sie Bio-Lebensmittel, die in der Regel frei von Pestiziden sind.

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Zum Weiterlesen:

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