Das EinkaufsNetz

ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.

Schriftgrösse
 A | A | A

Das EinkaufsNetz

ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.



Montag, 8. September 2008

Eine Million mal Nein zu Gen-Food!



Seehofer ist in der Pflicht: Eine Million Europäer sagen Nein zu Gen-Food


Erst musste am Abend des 31. Januar 2007 eine etwa drei Meter große Milchflasche durch den engen Eingang des Verbraucherministeriums von Horst Seehofer bugsiert werden. Dann folgten etwa fünzig Packete, prall gefüllt mit Unterschriften, die ins Ministerium geschleppt wurden.

Verbraucherminister Horst Seehofer sollte sehen, dass die Menschen in Deutschland sich kein Gen-Food unterjubeln lassen wollen! Doch Horst Seehofer selbst erscheint nicht, sondern lässt sich durch seinen Staatssekretär Dr. Peter Paziorek vertreten. Allein 400.000 deutsche Verbraucher fordern, dass auch tierische Produkte wie Milch, Eier oder Fleisch gekennzeichnet werden müssen, wenn die Tiere Gen-Pflanzen fressen mussten.

Europaweit haben eine Million Menschen diese Forderung unterschrieben. Denn nach der EU-Kennzeichnungsverordnung von April 2004 müssen lediglich Zutaten aus gentechnisch veränderten Pflanzen in Lebensmitteln gekennzeichnet werden. Ob das Ei oder die Milch mithilfe von Gen-Pflanzen erzeugt wurden, spielt keine Rolle. Verbraucherinnen und Verbraucher unterstützen so, ohne es zu wissen und zu wollen, den Anbau von Gen-Pflanzen. Damit sich das endlich ändert, übergeben wir am 5. Februar 2007 dem EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Markos Kyprianou, die eine Million Unterschriften europäischer Verbraucher.

Mal sehen, was Horst jetzt macht!

Und damit Horst Seehofer seine Verpflichtung deutschen Verbrauchern gegenüber nicht vergisst, hat sein Staatssekretär eine symbolische Unterschriftenkarte erhalten. Denn nächste Woche tagt die EU-Agrarministerkonferenz. Und da gibt es eine erste Gelegenheit, sich für die Forderungen der Verbraucher stark zu machen. Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) von Dezember 2006 fordern 89 Prozent der deutschen Verbraucher eine Kennzeichnungspflicht auch für Produkte, an denen keine direkten gentechnischen Veränderungen vorgenommen wurden.

Davor kann auch das Verbraucherministerium offensichtlich die Augen nicht länger verschließen: "Wir unterstützen die Forderung einer umfassenden Kennzeichnungspflicht auf EU-Ebene," verspricht der Staatssekretär im Namen seines Chefs. Ob es jetzt ein Lob von Greenpeace gebe, will er wissen. Doch so schnell geht das nicht. Jetzt müssen den vollmundigen Ankündigungen erst einmal Taten folgen!

Auf jeden Fall sind die Ankündigungen aus dem Verbraucherministerium ein erster toller Erfolg für die vielen Greenpeace-Marktaktivisten, die seit Monaten die Unterschriften für eine Kennzeichnung sammeln. Jetzt heißt es dranbleiben! Und das werden wir zusammen mit Ihnen tun. Damit Sie selbst entscheiden können, ob Sie Gen-Food kaufen wollen oder nicht!

Zum Anschauen
Verbraucherinnen und Verbraucher, die keine Gentechnik wollen, sind kreativ! Sehen Sie sich unsere Fotogalerie an!


Zurück  
Seite 2 / 2




Mehr aus diesem Artikel

Eine Million mal Nein zu Gen-Food!

Seehofer ist in der Pflicht: Eine Million Europäer sagen Nein zu Gen-Food

Was können Sie außerdem tun?


  • Achten Sie auf das Kleingedruckte, denn Lebensmittel aus Gen-Pflanzen müssen gekennzeichnet werden.

  • Fragen Sie an der Fleischtheke, ob die Tiere ohne Gen-Pflanzen gemästet wurden.

  • Fordern Sie von den Herstellern tierischer Produkte kein Gen-Futter einzusetzen.

  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie ökologisch erzeugte Produkte.

Fotogalerie



Viele Menschen sagen "Nein" zu Gentechnik im Essen und haben ihren Kühlschrank zur gentechnikfreien Zone erklärt. Schauen Sie sich unsere Fotogalerie an.