Was steckt hinter Müllermilch?
Milchkühe fressen Gen-Futter
Müller weigerte sich über viele Monate strikt, auf eine Umfrage des Greenpeace-EinkaufsNetzes zu Gentechnik im Essen und im Tierfutter zu reagieren. Doch im April 2004 ließ Müller über seine Anwälte mitteilen, die Firma habe "(...) alles in ihrem Einflussbereich Mögliche getan, um den Einsatz von gentechnisch verändertem Tierfutter auszuschließen". Zudem sprach das Unternehmen davon, "entsprechende Lieferantenkontrollen" durchzuführen.
Diese Aussagen entpuppten sich jedoch als falsch: Nach Greenpeace-Recherchen haben Landwirte, die Müller mit Milch beliefern, bislang keine Verträge oder Anweisungen erhalten, die zum Verzicht auf genmanipulierte Futtermittel verpflichten. Auch von Kontrollen ist den von Greenpeace befragten Müllermilch-Landwirten nichts bekannt. Zudem fand Greenpeace in Futtermittelstichproben bei vier Müllermilch-Höfen einen erheblichen Anteil genmanipulierter Soja.
Seite 3 / 12
Diesen Artikel per E-Mail versenden
Ein Lesezeichen zu diesem Artikel anlegen