Das EinkaufsNetz

ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.

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ist wie 70 Prozent der Verbraucher gegen Gen-Pflanzen im Tierfutter. Daher fordern wir von Lebensmittelherstellern, kein Gen-Futter einzusetzen.



Freitag, 21. November 2008

Fragen und Antworten zur Müller-Kampagne



6. Warum protestiert Greenpeace vor allem gegen Gentechnik im Tierfutter?


Was ist mit den pflanzlichen Lebensmitteln im Supermarkt?

Über 60 Prozent aller weltweit angebauten genmanipulierten Pflanzen sind Soja. Europa importiert sowohl ganze Sojabohnen als auch Sojaschrot, deren Summe zu etwa 90 Prozent ins Tierfutter gehen. Der Verbraucher unterstützt den Anbau von Pflanzen also vor allem durch den Kauf von tierischen Produkten. Ausgerechnet hier hat der Gesetzgeber die Hersteller nicht zur Kennzeichnung verpflichtet. Ein Grund für Greenpeace, gerade hier Aufklärung zu leisten.

Das bei der Verarbeitung von Soja entstehende Sojaöl exportiert Deutschland zu etwa 60 Prozent. Kleinere Mengen werden auch in Deutschland als Speiseöl, als pflanzliche Treibstoffe oder in technischen Bereichen verwendet.

Im Bereich der pflanzlichen Lebensmittel sind die Supermärkte in Deutschland hingegen quasi gentechnikfrei. Über 70 Prozent der Verbraucher wollen keine Gentechnik im Essen. Lebensmittelhersteller und Einzelhandel bieten deshalb (fast) kein Gen-Food an. Die Greenpeace Gen-Detektive haben nur wenige Produkte finden können, die laut Etikett gentechnisch veränderte Zutaten enthalten, meist Soja-Produkte aus Asia-Läden.

Allerdings musste Greenpeace feststellen, dass deutsche Großhandelsketten wie Fegro oder Metro zum Teil auch genmanipuliertes Speiseöl für Großküchen des Gastronomie-Gewerbes anbieten. Während der Verbraucher also im Supermarkt ziemlich sicher sein kann, keine genmanipulierten Sojaprodukte zu kaufen, kann es durchaus sein, dass Restaurants zum Braten oder für Salate Speiseöl aus genmanipulierten Sojabohnen verwenden. Greenpeace fordert die Gastronomie-Branche auf, den Wünschen der Verbraucher nach zu kommen und auf Speiseöl aus Gen-Soja zu verzichten.

Mit der Liste der gekennzeichneten Produkte können Sie sich aktuell informieren. Falls Sie selbst ein als gentechnisch verändert gekennzeichnetes Produkt finden sollten, das noch nicht auf der Liste steht, werden Sie zum Gen-Detektiv und informieren das Greenpeace-Einkaufsnetz: einkaufsnetz@greenpeace.de.


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Mehr aus diesem Artikel

Was können Sie außerdem tun?


  • Achten Sie auf das Kleingedruckte, denn Lebensmittel aus Gen-Pflanzen müssen gekennzeichnet werden.

  • Fragen Sie an der Fleischtheke, ob die Tiere ohne Gen-Pflanzen gemästet wurden.

  • Fordern Sie von den Herstellern tierischer Produkte kein Gen-Futter einzusetzen.

  • Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie ökologisch erzeugte Produkte.

Fotogalerie



Viele Menschen sagen "Nein" zu Gentechnik im Essen und haben ihren Kühlschrank zur gentechnikfreien Zone erklärt. Schauen Sie sich unsere Fotogalerie an.