In den USA werden 2004 etwa 85 Prozent der Soja-Anbaufläche mit Gen-Soja bepflanzt . In Argentinien sind schätzungsweise sogar 99 Prozent der Sojaanbaufläche mit Gentechnikpflanzen bestückt. In großen Teilen Brasiliens wird hingegen weiterhin kein Gen-Soja angebaut, so dass gentechnikfreie Ware von dort ausreichend lieferbar ist.
Nach Deutschland werden vor allem Sojabohnen aus den USA und aus Brasilien eingeführt. Soja aus Süd- und Nordamerika wird etwa zur Hälfte unverarbeitet nach Deutschland geliefert und erst hier in Ölmühlen verarbeitet. Bei der Extraktion entstehen aus der Sojabohne etwa 20 Prozent Sojaöl und 80 Prozent Sojaschrot.
Sojaschrot ist für die Viehmast in Deutschland inzwischen von außerordentlicher Bedeutung. Sojaschrot deckt zu mindestens zwei Dritteln den Bedarf an eiweißhaltigem Tierfutter. So erhalten Milchkühe z.B. Sojaschrot als Kraftfutter. Vor allem wird es aber in der Schweinemast und in der Geflügelhaltung umfangreich eingesetzt, da die Masttiere durch seine spezielle Eiweißzusammensetzung besonders schnell zunehmen. So kann man davon ausgehen, dass derzeit über 80 Prozent der deutschen Schweine zumindest teilweise mit gentechnisch veränderter Soja gemästet werden.


