Das EinkaufsNetz

kämpft mit Tausenden Verbrauchern gegen Gentechnik im Supermarkt. Mit Erfolg!

Schriftgrösse
 A | A | A

Das EinkaufsNetz

kämpft mit Tausenden Verbrauchern gegen Gentechnik im Supermarkt. Mit Erfolg!



Mittwoch, 7. Januar 2009

Gen-Reis allerorten!



31. Oktober 2006: Bayer sperrt Website des Greenpeace-EinkaufsNetzes


"Kann Bayer den Server blockieren?", fragt ein Marktaktivist von Greenpeace. Bayer kann. Der Agrar-Konzern ließ am Abend des 30. Oktober ohne rechtliche Handhabe die Internetseite des Greenpeace-EinkaufsNetzes sperren. Der Grund: Hunderte Marktaktivisten hatten tagsüber Protestmails über www.einkaufsnetz.org verschickt und den Konzern aufgefordert, aus dem Geschäft mit Gen-Reis auszusteigen.

Wer nach 18.00 Uhr aktiv werden wollte, bekam nur die Meldung "Server nicht gefunden". Bayer hatte dem Betreiber des EinkaufsNetz-Webservers vorgeworfen, Spam-Mails zu verschicken und ihn so unter Druck gesetzt, dass der mittelständische Betrieb die Seite abschaltete. Eine Ungeheuerlichkeit: "Wo würden wir hinkommen, wenn große Konzerne per Zuruf das World Wide Web zensieren und kontrollieren könnten", so Greenpeace-Sprecherin Ulrike Brendel.

Doch dem Agrar-Riesen scheint jedes Mittel recht, um freie Meinungsäußerungen zu verhindern. Statt dem Wunsch der Verbraucher nach sicheren Lebensmitteln zu folgen, werden Proteste als Spam bezeichnet. Bayer hatte zuvor bereits die Agentur, die die Website technisch betreut, aufgefordert, die Seite zu sperren. Ohne Erfolg. Die Agentur machte deutlich, dass es sich um einfache Protestmails handeln würde und weigerte sich, etwas zu unternehmen.

Am nächsten Morgen lief die Seite wieder, nachdem sich sowohl Greenpeace als auch die Agentur beim Server-Betreiber beschwert hatten. Verbraucher können somit bei Bayer nicht nur gegen deren Demokratieverständnis protestieren, sondern auch deutlich machen, dass Gen-Reis nichts in der Nahrungskette zu suchen hat.


Zurück  
Seite 7 / 20


Kommentare Einfügen

 Kein Reis mehr aus USA?

 Gen-Reis weiter im Handel

 Gen-Reis weiter im Handel



Mehr aus diesem Artikel

Ihr Foto gegen Gentechnik


Europaweit haben eine Million Menschen unterschrieben und sich gegen Gentechnik im Tierfutter ausgesprochen! Lesen Sie, was Horst Seehofer jetzt versprochen hat.

Horror im Kühlschrank

Dunkle Nacht, Unheil verkündende Geräusche - das Grauen hat einen Namen: Kohlrabi! Dieser Film ist was für schwache Nerven und entschlossene Verbraucher.
hohe Auflösung (DSL)
niedrige Auflösung (Modem, ISDN)

Ratgeber:
"Essen ohne Gentechnik"

Was hat die Kuh gefressen, deren Milch ich trinke?
Bei welchen tierischen Produkten wie Fleisch, Joghurt, Eier Gen-Pflanzen im Spiel waren, erfahren Sie in
unserem Ratgeber.