Das EinkaufsNetz

kämpft mit Tausenden Verbrauchern gegen Gentechnik im Supermarkt. Mit Erfolg!

Schriftgrösse
 A | A | A

Das EinkaufsNetz

kämpft mit Tausenden Verbrauchern gegen Gentechnik im Supermarkt. Mit Erfolg!



Freitag, 21. November 2008

Campina-Antworten auf Verbraucherprotest



März 2006


Rund 4.500 Verbraucherinnen und Verbraucher haben dem Campina-Konzern eine E-Mail geschrieben, dass er sich vom Gen-Mais-Anbau seiner Vertragsbauern distanzieren soll. Mehrere tausend Postkarten gingen zusätzlich an den Konzern! Campina antwortete prompt: mit Standardschreiben, die angeblich alles entkräften. Augenwischerei, sagt Greenpeace. Hier die von uns kommentierten Antwortbriefe von Campina.

Sehr geehrte/r...,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben vom 24.02.2006, in dem Sie Ihrer Sorge bezüglich unserer Landliebe-Produkte im Zusammenhang mit gentechnisch veränderten Futtermitteln Ausdruck verleihen. Wir nehmen Ihr Anliegen sehr ernst und verfolgen die Entwicklung sehr genau. Zu den Vorwürfen von Greenpeace möchten wir Folgendes anmerken:

Vor allem anderen: Wir verbürgen uns für die Sicherheit und hohe Qualität unserer Landliebe-Produkte. Wir stellen höchste Ansprüche an unsere Rohstoffe und an die Fütterung und Haltung der Tiere. Landliebe-Milch genügt selbst den strengen Anforderungen an Babynahrung. Landliebe-Produkte enthalten keine gentechnisch veränderten Rohstoffe oder Zutaten.

Die Aussage von Greenpeace, dass Vertragslandwirte von Landliebe gentechnisch veränderten Mais an ihre Milchkühe verfüttern, ist falsch. Zwei unserer Landwirte haben auf einem kleinen Teil Ihrer Anbaufläche die zugelassenen neuen Maissorten getestet, aber es ist sichergestellt, dass dieser Mais nicht an die Milchkühe verfüttert wird. Unsere Landwirte verwenden für ihre Milchkühe hauptsächlich anderes selbst angebautes Futter.

Greenpeace versucht den Eindruck zu erwecken, dass gentechnisch veränderte Bestandteile aus Futtermitteln in die Milch übergehen, und suggeriert gleichzeitig, dass normalerweise keine Gene in der Milch enthalten sind. Das stimmt aber nicht, denn jede Milch enthält natürlicherweise Gene, so wie alle anderen Lebensmittel auch (bis auf wenige Ausnahmen wie z.B. reiner Zucker).

Die Milch enthält aber keinesfalls gentechnisch veränderte Gene aus Futtermitteln. Wissenschaftler weltweit und führende deutsche Experten haben eindeutig gezeigt, dass sich die Verfütterung von gentechnisch veränderten Pflanzen in keiner Weise auf die Zusammensetzung oder Qualität von Milch auswirkt: Milch von Kühen, die fast ausschließlich mit gentechnisch veränderten Sorten gefüttert werden, unterscheidet sich nicht von Milch von Kühen, die mit herkömmlichen Sorten gefüttert werden.

Greenpeace behauptet weiter, die neuen Pflanzensorten seien gesundheitlich bedenklich und umweltschädlich. Dies entbehrt jeder wissenschaftlichen Grundlage. Die Organisation ignoriert dabei nicht nur die Forschungsergebnisse der letzten 25 Jahre, sondern auch die Tatsache, dass heute achteinhalb Millionen Landwirte weltweit gentechnisch veränderte Pflanzen auf über neunzig Millionen Hektar Ackerfläche anbauen. Bis heute gibt es keinen Fall, bei dem durch zugelassene gentechnisch gezüchtete Sorten irgendein gesundheitliches Risiko für den Menschen aufgetreten ist. Dies bestätigt auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die zugelassenen Sorten sind durch etwa fünfzehnjährige Entwicklungs- und Prüfphasen gelaufen und erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen auch in Deutschland und der EU. Insbesondere die gesundheitliche Unbedenklichkeit und Umweltverträglichkeit werden vor jeder Zulassung sehr genau untersucht.

Der gegen Insektenbefall geschützte Mais steht in vielen Ländern seit langem auf den Feldern.
In der Praxis zeigt sich, dass die Landwirte mit geringeren Spritzmittelmengen auskommen, die Maispflanzen gesünder bleiben und besser gegen Pilzbefall geschützt sind als herkömmliche Maissorten. Durch Pilzbefall können gesundheitsschädliche Substanzen entstehen, der Mais ist dann nicht mehr oder nur noch eingeschränkt als Futtermittel verwendbar. Durch die Entscheidung des Bundesministeriums für Verbraucherschutz und Landwirtschaft haben jetzt auch deutsche Landwirte erstmals die Möglichkeit, die neuen Sorten anzubauen, um langfristig im Wettbewerb zu bestehen.

Unabhängig von der aktuellen Situation werden wir auch weiterhin unseren Kundenwünschen entsprechen und unsere Landliebe-Produkte ohne gentechnisch veränderte Zutaten in gleichbleibend hoher Qualität herstellen, so wie Sie es von der Marke Landliebe von jeher gewohnt sind.

Wir hoffen, dass Sie Landliebe auch weiterhin Ihr Vertrauen schenken und stehen Ihnen für weitere Fragen unter der Rufnummer 07131-489160 gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Campina GmbH & Co. KG
Zentrale Qualitätssicherung/
Kundenservice und Partnerbetriebe

i.A. Josefa Krapf


 
Seite 1 / 5




Mehr aus diesem Artikel

Ihr Foto gegen Gentechnik


Europaweit haben eine Million Menschen unterschrieben und sich gegen Gentechnik im Tierfutter ausgesprochen! Lesen Sie, was Horst Seehofer jetzt versprochen hat.

Horror im Kühlschrank

Dunkle Nacht, Unheil verkündende Geräusche - das Grauen hat einen Namen: Kohlrabi! Dieser Film ist was für schwache Nerven und entschlossene Verbraucher.
hohe Auflösung (DSL)
niedrige Auflösung (Modem, ISDN)

Ratgeber:
"Essen ohne Gentechnik"

Was hat die Kuh gefressen, deren Milch ich trinke?
Bei welchen tierischen Produkten wie Fleisch, Joghurt, Eier Gen-Pflanzen im Spiel waren, erfahren Sie in
unserem Ratgeber.