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Freitag, 21. November 2008

Warum kein Dorsch?



Bis 1970 gehörte er zu den am weitesten verbreiteten Speisefischen in der Welt: Der Kabeljau oder Dorsch diente früher als getrockneter Stockfisch ganzen Schiffsmannschaften und Soldatenheeren als Proviant. Als jedoch klar wurde, dass selbst die Fischgründe des Dorsches nicht unerschöpflich sind, kam es im 20. Jahrhundert sogar zu Kriegen um den beliebten Fisch!


Heute sollen international festgelegte Fangquoten dafür sorgen, dass der Mensch die Meere nicht leerfischt! Der Dorsch ist ein Beispiel dafür, dass dies bis jetzt nicht funktioniert. Am 24. Oktober 2006 haben die EU-Minister zwar beschlossen, dass im nächsten Jahr 10 Prozent weniger Dorsch in der östlichen Ostsee gefangen werden darf. Das Problem ist allerdings: Im östlichen Teil der Ostsee steht der Dorsch kurz vor der Ausrottung. Zudem gibt es massenhaft illegale Fischerei.

Der ICES (International Council for the Exploration of the Sea) empfiehlt deshalb für 2006 eine Null-Quote für den Dorschfang in dieser Region. Doch die EU-Fischereiminister ignorieren die empfohlenen Fangquoten des ICES seit 20 Jahren. Deshalb werden - koste es was es wolle - auch 2007 bis zu 67.000 Tonnen Dorsch aus der Ostsee geholt.

Was können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland tun? Es gibt zwar auch Dorsch aus der Barentssee und der westlichen Ostsee, der weniger in seinem Bestand gefährdet ist, doch auch in diesen Gebieten gibt es illegale Fischerei. Der Verbraucher weiß nie, woher das Dorschfilet stammt, das er im Fischladen oder tiefgefroren im Supermarkt kauft!

Deshalb bleibt also zurzeit nur eins: der Verzicht auf Dorsch! Übrigens: Auch der FishMäc von McDonalds besteht zu einem großen Teil aus Ostseedorsch! Wenn Sie wissen wollen, welchen Fisch Sie beruhigt essen können und wo Sie besser Nein sagen sollten, bestellen Sie den Greenpeace-Ratgeber Fisch&Facts!

Zum Weiterlesen



 
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