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Mittwoch, 7. Januar 2009

EinkaufsNetz: Geschichte, Aktionen, Erfolge



1999: "Der Lebensmittelhandel bekennt Farbe"


Januar 1999: "Der Verlust der genetischen Vielfalt muss gestoppt werden. Dazu brauchen wir Ihren Balkon oder Garten." Weit über 3.000 Postsendungen mit alten Sorten (Tomate, Buchbohne, Basilikum, Möhre) plus Infos werden kostenlos verschickt.

"Die Gendetektive" werden ins Leben gerufen. Sie achten auf´s Kleingedruckte. Gentech-gekennzeichnete Nahrungsmittel kommen auf die Produktliste. Dieser Service spricht sich herum und wird zum Renner bei Verbrauchern.

Mai 1999: "Der Lebensmittelhandel soll Farbe bekennen" - so lautet das Motto einer der erfolgreichsten Aktionen des EinkaufsNetzes. Die größten deutschen Lebensmittelketten mit ihren Eigenmarken sind das Ziel. Die zehn Großen repräsentieren zusammen etwa 75 % des Lebensmittelhandels.

Dank der Unterstützung der EinkaufsNetz-Mitmacher werden die allermeisten Eigenmarken heute aus gentechnikfreien Rohstoffen hergestellt. Das sicherten die Unternehmen innerhalb weniger Wochen zu.

Der Erfolgs-Ticker:
26. Juli 1999: Tengelmann (Grosso, Plus, Kaisers)
30. Juli 1999: Rewe (Toom, Minimal, HL, Penny)
26. August 1999: Edeka
11. September 1999: Lidl und Schwarz (Kaufland, Kaufmarkt, Handelshof)
11. September 1999: Spar (Pro, Safeway, Netto)
04. Oktober 1999: Metro (Kaufhof, Allkauf, Real)
13. Oktober 1999: Aldi Nord und Aldi Süd

August 1999: In den Städten Hamburg, Köln und München kommen EinkaufsNetz-Mitmacher zu Supermarktführungen und informieren sich bei Greenpeace-Experten über den Einsatz der Gentechnik in Lebensmitteln.

September 1999: Die Resonanz auf die Vielfalt-Aktion ist großartig. Die Mitmacher schicken uns Fotos von prächtigen und ertragreichen Vielfaltspflanzen. "Der Geschmack war knackig und fruchtig", schreibt Katrin Groß Ende September 1999 über die Tomatensorte "Matina".

Dezember 1999: Im Rundbrief wird gentechnisch verändertes Tierfutter zum Schwerpunktthema für die kommenden Monate. Das EinkaufsNetz informiert auch über die Öffnung des Strommarktes in Deutschland. Viele MitmacherInnen sind seit langem von der Idee begeistert, zu einem "sauberen" Stromversorger zu wechseln und den privaten Atomausstieg zu vollziehen.


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